Arafat soll mit Iran Waffenlieferungen vereinbart haben
Reuters

Washington - Palästinenser-Präsident Jassir Arafat hat einem Zeitungsbericht zufolge mit dem Iran vereinbart, dass das Land palästinensische Gruppen mit Waffen und Geld unterstützt.

Die Allianz sei im vergangenen Mai in Moskau während eines geheimen Treffens zwischen zwei ranghohen Arafat-Beratern und Vertretern der iranischen Regierung vereinbart worden, berichtete die "New York Times" in ihrer Sonntagsausgabe. Der Iran unterstütze damit palästinensische Gruppen, die gegen Israel kämpften. Das Treffen habe stattgefunden, als Arafat in Moskau Russlands Präsident Wladimir Putin besuchte. Die Zeitung stützte sich bei ihrem Bericht auf amerikanische und israelische Geheimdienstkreise.

Bereits im Januar war von Verbindungen zwischen dem Iran und der Palästinenser-Regierung berichtet worden, als Israel im Roten Meer ein mit Waffen und Munition beladenes Schiff aufbrachte. Die Waffen kamen nach israelischer Darstellung aus dem Iran und waren für den Gaza-Streifen bestimmt. Die Palästinenser-Regierung bestritt eine Beteiligung an der Waffenlieferung. ...

Keine Bodenoffensive am Golf
Die Welt

Eine Bodenoffensive gegen den Irak ist momentan nicht möglich. Wirkungsvoller und politisch sinnvoller wäre ein Militärputsch gegen Saddam Hussein

Die USA sind nicht in der Lage, in den nächsten Monaten eine Bodenoffensive gegen den Irak zu starten: Es fehlt das Aufmarschgebiet am Persischen Golf. Im Gegensatz zum Zweiten Golfkrieg 1991, als Saudi-Arabien und die Golfkooperationsstaaten Qatar, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Oman ihre Flughäfen und Häfen für die Golfkriegsallianz öffneten und so die Stationierung von etwa 500.000 US-Soldaten mit schwerem Gerät ermöglichten, fehlt diese Bereitschaft bisher. ...

Zehntausende Exilafghanen kehren in ihre Heimat zurück
AP

Genf/Kabul - Vier Monate nach dem Sturz des Taliban-Regimes kehren zehntausende von Exilafghanen in ihre Heimat zurück. In den vergangenen drei Wochen zählte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR rund 80.000 Rückkehrer, wie die UN-Organisation am Freitag mitteilte. Dies sind mehr als zuletzt in einem Jahr. ...

Goethe-Medaille an Blumenthal
AP

Weimar - Der Generaldirektor des jüdischen Museums in Berlin, Werner Michael Blumenthal, ist am Freitag in Weimar mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet worden. Auch vier weitere Persönlichkeiten aus Frankreich, Polen, dem Iran und Chile erhielten die Auszeichnung, die seit 1922 alljährlich an Goethes Todestag für Verdienste um die deutsche Sprache im Ausland und den internationalen Kulturaustausch verliehen wird. Die Auszeichnung im Residenzschloss nahm erstmals Jutta Limbach als designierte Präsidentin des Goethe-Institutes vor.

Limbach würdigte den in Berlin-Oranienburg geborenen Blumenthal als Amerikaner mit deutscher Vergangenheit, der trotz der Verfolgung durch das NS-Regime und der Internierung seines Vaters in Buchenwald nach Berlin zurückkehrte und «einen maßgeblichen Beitrag zur deutschen Erinnerungspflicht leistete.» ...

 

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